Phosphatieren
Für Haftung & Korrosionsschutz

Beim Phosphatieren (Bondern) wird durch chemische Oberflächenumwandlung eine eigenschaftsverbessernde Konversionsschicht aufgebracht. Die Phosphatschichten verbessern den Korrosionsschutz, den Haftgrund für Beschichtungen und können durch die Einlagerung von Schmiermitteln in der mikroporigen Oberfläche gute Gleiteigenschaften erzielen.

Wir phosphatieren verzinkte und cadmierte Stähle sowie Komponenten aus Aluminium und Zink nach DIN 50942. Für die Phosphatierung von Aluminium setzen wir fluoridhaltige Phosphatierlösungen ein, welche die Oxidschicht des Aluminiums besser auflösen. Für die Verbesserung des Haftgrundes bei Aluminium empfehlen wir aber eher die Gelbchromatierung. Je nach Schwerpunkt in der Anwendung kommen drei Phosphatbäder zum Einsatz:

Zinkphosphatierung

Die Zinkphosphatierung ist in Bezug auf den Korrosionsschutz der wichtigste Phosphatierungsprozess und wird sehr häufig als Vorbehandlung vor einer Pulverbeschichtung eingesetzt. Die entstehenden Zinkphosphatschichten von ca. 7 bis 15 µm schützen Stahl sehr wirksam vor dem Unterrosten.

Eisenphosphatierung

Die Eisenphosphatschichten von unter 1 µm sind Zinkphosphatschichten in der korrosionsschützenden Wirkung unterlegen, werden aber wegen der verbesserten Gleiteigenschaften bei einer nachfolgenden Kaltumformung favorisiert. Die Eisen- oder Alkaliphosphatierung wird z.B. für Tiefziehteile eingesetzt.

Manganphosphatierung

Manganphosphatschichten können sehr hohe Drücke aufnehmen und eignen sich wegen ihrer mikrokapilaren Struktur besonders dazu, Schmiermittel einzulagern. Die Manganphosphatierung wird daher für stark belastete Gleitlager, Einlaufbuchsen und ähnliche Anwendungen bevorzugt.

 

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